Kriminalromane · Emma Schumacher & Lily DuPlessis · heitere Liebesgeschichten

Emma Schumacher im Oktober 1926

 

 

Wie stelle ich mir Emma vor?

 

Am 31. Oktober 1926 wird sie ihren 20. Geburtstag feiern (d.h. falls sie bis dahin noch Gelegenheit zum Feiern hat …) und ich habe mich umgeschaut, ob ich die junge Dame aus meiner Vorstellung irgendwo im weiten Netz finden könnte. Und in Ansätzen war ich erfolgreich, vor allem bei diesem Bild, das von einer Broadway-Sonderausgabe des Life Magazine stammt.

Genauso könnte Emma am Bahngleis stehen und wer das Buch lesen oder gelesen haben wird, weiß, dass sie dazu reichlich Gelegenheit bekam. Was wäre geeigneter für die Fahrt als ein bequemes Kostüm, das unempfindlich gegen Schmutz und Knitter ist? Und was brächte ihre roten Locken besser zur Geltung als ein grüner Hut?

 

 


 

 

Emma ist schüchtern, zurückhaltend und unerfahren.

 

Doch im Jahre 1926 konnte sich das rasch ändern: Selten zuvor hatten Frauen so viele Möglichkeiten, ihr Leben zu gestalten, und nie zuvor hatte Freizeit einen so hohen Stellenwert wie in diesem Jahrzehnt. Ist es also ganz und gar ausgeschlossen, dass auch Emma eine neue Seite an sich entdeckt? Eine verspielte, neckische und vielleicht gar verführerische Seite? Nun, geben wir ihr ein wenig Zeit und schauen, was die nächsten Monate und Jahre bringen.

 

 

 


 

 

Oh làlà – bahnt sich hier etwas an?

 

Es schwirren ja einige junge Herren um Fräulein Schumacher herum, was sich als gar nicht so amüsant herausstellt, wie sie annahm. Es kann im Gegenteil sogar ausgesprochen anstrengend sein, wenn man mit beiden zugleich einen Stadtbummel durchstehen muss. Vielleicht sind es nur Träumereien, vielleicht entwickelt sich mehr, vielleicht auch nicht.