Der verschwundene Professor

„Emma Liebes, hör bitte mit dem Geklimpere auf! Immerzu dieser Bach.“
„Beethoven, Tante Sybil, ich klimpere Beethoven.“
„Bach! Beethoven! Das ist doch einerlei. Spiel etwas Beschwingtes, wenn es schon sein muss.“

Im Jahre 1926 führt die junge Emma ein behütetes Leben bei ihrer Großmutter in England und die ständigen Zankereien ihrer Tante sind schon das Dramatischste, was sie erlebt. Doch eines Tages erreicht sie ein Brief, der sie glauben lässt, ihr Vater befinde sich in Gefahr. Sie reist in ihre Heimatstadt Bonn, um herauszufinden, was passiert sein mag. Ein Hindernis allerdings ist ihre Schüchternheit: Emma ist keine Heldin, die sich ins Abenteuer stürzt, doch umso mutiger ist es, ihm nicht auszuweichen. Doch nicht allein die Suche nach dem Vater ist es, die sie bewegt, denn gleich zwei junge Herren umwerben sie und das verwirrt sie mehr, als sie zugeben mag. Emma muss lernen, mit den neuen Freiheiten umzugehen, muss sich entwickeln und reifen.

Dieser Kriminalroman ist für all diejenigen geschrieben, die nicht immer brutalere Morde und Grausamkeiten in einem Buch suchen, sondern sich an liebevollen Details erfreuen, an feinem Humor und einem Hauch Romantik. Durch Emmas Augen sehen Sie eine Zeit, die Frauen neue Chancen bot. Chancen, die ihnen nur wenige Jahre später wieder genommen werden sollten. Auch das wird Emma in weiteren Folgen erleben. Mit diesem Band startet eine Romanreihe, die Emmas privates Leben ebenso begleitet wie die Veränderungen von der Weimarer Republik bis ins Dritte Reich.