Kriminalromane · Emma Schumacher & Lily DuPlessis · heitere Liebesgeschichten

Der letzte Tanz

Oh, wäre sie nur die Heldin eines Romans! Beherzt griffe sie nach ihrem Nachtlicht und mutig träte sie auf den Flur hinaus, wo der solcherart überraschte Bösewicht von ihrer Schönheit gerührt auf die Knie fiele und um Vergebung flehte. Gnädig würde sie ihm verzeihen und er stünde fortan treu ihr allein zu Diensten. Oder aber sie nähme statt des Nachtlichts den Nachttopf, schliche sich von hinten an den elenden Halunken heran und streckte ihn mit einem wohlplatzierten Schlag auf seinen Schädel nieder.

Kurz vor ihrem 21. Geburtstag findet Emma sich unversehens in einem Geflecht aus Liebe, Loyalität und Lügen wieder, das sie ohne Hilfe entwirren muss. Nun, vielleicht hätte sie es nicht gemusst, vielleicht wäre es klüger gewesen, Kommissar Wertheim um Rat zu fragen. Doch nun ist der passende Moment verstrichen und zwischen Familie, Freunden und Feinden sucht sie nach der Lösung dieses Falls.
Und wäre es nur ein Kriminalfall, der sie beschäftigte, so lachte sie womöglich erleichtert auf. Aber nein: Schon wieder suchte sie nach einer neuen Stellung und ihr Verlobter James erwartete, sie noch in diesem Jahr zum Traualtar zu führen. Alle heirateten sie, sogar die bei den Bonnern so beliebte Kronprinzessin Viktoria.

Auch im vierten Band der Reihe vermischen sich Spannung und Romantik, Witz und Tragik vor dem Hintergrund der Weimarer Republik zu einer ruhigen Geschichte, die ohne blutrünstige Details auskommt. Lieb gewonnene Charaktere treten ebenso auf, wie sich auch noch fremde Personen dazu gesellen.
Emma selbst schwankt nach wie vor zwischen mitunter leichtsinnigem Mut, allzu viel Neugierde und ihrer Schüchternheit, ist aber entschlossen, ihren Weg zu gehen und sich in die Neue Frau, dem Idealbild der 1920er, zu verwandeln.