Spannende Zeiten

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Historische Kriminalromane

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Vier Wochen noch!

Vier Wochen noch!

Und dann erscheint Band zwei, der Emma in den Salon des Todes führt. Unserer Kleine wird nun schon mutiger, schaut sich gar mit Absicht in fremder Leute Büros um – aber noch immer traut sie sich zu wenig zu und fühlt sich hin- und hergerissen […]

Zwei Trailer, kurz und knackig

Zwei Trailer, kurz und knackig

Bin ich auch absolut unerfahren im Filmchen erstellen, so macht es aber doch einen Heidenspaß!      

Ausgerechnet Bananen

Ausgerechnet Bananen

“Ausgerechnet Bananen, Bananen verlang ich von ihm! Nicht Erbsen, nicht Bohnen, auch keine Melonen …“, klang es durch die Arndtstraße 13a früh am Mittwochmorgen. Sybils Sopran schwang sich zu immer erstaunlicheren Höhen auf, während sie in der Wanne plätscherte. Emma drückte sich ihr Kissen auf […]

Emmas Familie

Emmas Familie

  Nicht ganz unwichtig für uns alle ist es ja, wer uns großzieht und in welchen Verhältnissen wir aufwachsen. Dasselbe gilt für Emma, die aus einer bunten Familie stammt, deren Wurzeln in Deutschland, England, Schottland und Frankreich liegen.  Damit nicht genug, waren sowohl ihr Papa […]

Omelette au commissaire

Omelette au commissaire

Kommissar Wertheim liebt schlichte, doch schmackhafte Speisen. Soll es schnell und herzhaft sein – und war er am Vortage klug genug, einige gekochte Kartoffeln aufzubewahren! – so gibt es sein Omelett, dass bei Freunden wie Freundinnen gleichermaßen beliebt ist. Benötigt werden: 3 Eier, 1 Klecks […]

Polperro, Cornwall

Polperro, Cornwall

Emmas Abenteuer in Polperro, wo sie mit Großmama und Tante Sybil die Sommermonate verbringt: Unter ihr lag die Bucht mit dem kleinen Hafen, um den sich Polperro schmiegte. Schmale Häuser aus Granit, manche rau und dunkel, andere weiß getüncht, formten enge Gassen, die vom Wasser […]

Ägypten

Ägypten

Über eine Illustration im gestern vorgestellten Buch habe ich mich übrigens besonders gefreut, weil sie Bezug zu meiner Geschichte hat. Bezug weshalb? Der im Titel genannte “verschwundene Professor” ist zufällig Ägyptologe und Emma träumt davon, das Land einmal zu sehen. Wer weiß, vielleicht wird das […]

“Bin ich reich genug, eine Dame zu sein?”

“Bin ich reich genug, eine Dame zu sein?”

  So lautet die Kapitelüberschrift eines Buches aus dem Jahre 1928, erschienen also ein bis zwei Jahre, nachdem Emma nach Bonn zurückkehrte. Paula von Reznicek schrieb es unter dem Titel “Die perfekte Dame” und es beschäftigt sich – mitunter sehr kryptisch und vage – mit […]

Emma Schumacher im Oktober 1926

Emma Schumacher im Oktober 1926

    Wie stelle ich mir Emma vor?   Am 31. Oktober 1926 wird sie ihren 20. Geburtstag feiern (d.h. falls sie bis dahin noch Gelegenheit zum Feiern hat …) und ich habe mich umgeschaut, ob ich die junge Dame aus meiner Vorstellung irgendwo im […]

Leseprobe

Leseprobe

Ich sitze an den letzten zwei oder drei Kapiteln, danach geht es an die Korrektur, die Überarbeitung und den letzten Feinschliff. Obwohl – das ist nicht ganz richtig, denn ich wechsele stetig zwischen Weiterschreiben und Verbessern. Beim Schreiben entwickele ich meine Geschichte und stelle die […]


Emma Schumacher

Emma Schumacher

Emma Schumacher

Emma kam am 31. Oktober 1906 auf diese Welt. Diese Welt, das bedeutete für die Tochter eines deutschen Ägyptologen und einer englischen Adeligen das Bonn der Kaiserzeit, einer recht reichen Stadt mit einer renommierten Universität, vielen Pensionären und viel Natur um sich herum. Keine sich weit ausdehnende Stadt, doch eine, deren Ursprünge zwei Jahrtausende zurückreicht und in der die Streitereien kleiner und großer Herrscher immer rasch Auswirkungen zeigten; egal, ob es sich um Deutsche (oder was man aus der heutigen Sicht als Deutsch empfinden mag) und Franzosen handelte oder um Katholiken und Protestanten. Oft war Bonn gestürmt und besetzt, niedergebrannt und zertrümmert worden, doch noch immer stand es. Und auch seine Bürger standen gut da, wenn man nicht eben das Pech hatte, der Unterschicht mit ihren Tagelöhnern, Dienstmägden und Knechten anzugehören. Ein selbstbewusstes Bürgertum, das weder der höheren Bildung noch dem Handel abgeneigt war, bestimmte die Geschicke der Stadt.

Und aus solch einer bürgerlichen Familie stammte Emmas Vater her. Man hatte es zu einem gewissen und soliden Wohlstand gebracht; ein Haus in der Arndtstraße 13a bewohnte die Familie, zu der außerdem die Schwester des Professors zählte, deren Unterhalt man sich leisten konnte.

Emmas Mutter hingegen, deutlich jünger als ihr Gatte, kam aus dem englischen Landadel; auf einer ihrer Reisen, die sie gegen den Willen ihres Vaters unternahm, lernte sie den Professor kennen und blieb in Bonn, um nach einigen kinderlosen Jahren Emmas Mutter zu werden.

Emma wuchs heran, glücklich, zufrieden, geliebt. Der Erste Weltkrieg brach aus; auch in Bonn war er gegenwärtig. Oft gab es Luftalarm, doch nie, nicht einmal, fielen Bomben, nur selten war Feindflieger zu sehen. Die Versorgung der Bürger mit Nahrungsmitteln war schlecht und zu allem Überfluß brach auch die Spanische Grippe aus, die viele Opfer verlangte. Auch Emma steckte sich an und wochenlang schwebte sie zwischen Leben und Tod. Endlich, kurz vor ihrem 12. Geburtstag, erholte sie sich langsam. Ihre Mutter suchte an Schmuck zusammen, was sie finden konnte und machte sich am 31. Oktober 1918 auf den Weg in die nahe Innenstadt, wo sie Zutaten für Emmas „Geburtstags- und Genesungskuchen“ eintauschen wollte. Sie bekam alles, was sie benötigte und freute sich, ihrer Tochter einen herrlichen Tag zu bereiten.

Wieder ertönte der Fliegeralarm, als sie eben den Friedensplatz überquerte; keiner der anderen Passanten schaute auch nur in den Himmel – längst hatten sich die Bonner daran gewöhnt, den Alarm zu ignorieren. Doch an diesem Tag verirrten sich einige englische Flieger und warfen die erste und einzige Bombe auf Bonn. Emmas Geburtstag war der Todestag ihrer Mutter.

Nach Kriegsende gab der Professor die Tochter zu seiner Schwiegermutter nach England; so sehr hatte diese darum gebeten und ihm dargelegt, wie ungeeignet ein alter Mann für die Erziehung einer jungen Dame sei. So wuchs Emma in London und Edinburgh heran, wo ihre Großmutter ein Haus besaß, das ihr Bruder ihr überlassen hatte. Und sehr beschützt lebte sie, die Freiheiten der Zwanziger erfuhr sie nur durch Zeitschriften und Bücher.

Emma war eine zierlich-schmale Person mit langen, dunkelroten Locken, sicherlich nicht hässlich und vielleicht sogar hübscher, als sie selbst es erkennen konnte. Aber still, schüchtern und zurückhaltend war sie und es ist nicht klar, ob sie so ruhig war, weil sie überall ein wenig fremd war oder ob sie sich überall fremd fühlte, weil sie eine in sich gekehrte Persönlichkeit besaß. Doch ihre mitunter linkische Schüchternheit sollte nicht täuschen: Ihre Gedanken waren alles andere als unkritisch, mitunter fällte sie rasche Urteile zuungunsten ihrer Mitmenschen. Wessen sie sich oft genug schämte. Was wiederum oft zu fleckig-roten Wangen führte – ihr ständiges Erröten quälte Emma. Vielleicht ist auch das ein Grund, weshalb sie meist zu Boden schaut, als aufrecht ihre Meinung zu äußern. Nicht, dass sie zu Widerspruch und Störrischkeit erzogen worden wäre; eine Dame bemüht sich stets, ihre Gedanken zu verbergen und ihre Gefühle ebenso. Doch Emma kommt nach ihrer Mama, was sie noch nicht entdeckt hat. Erst kurz vor ihrem 20. Geburtstag beginnt ihre Reise zu sich selbst.